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Schnupfen

Was ist das? - Definition
Der Schnupfen ist eine Viruserkrankung, die meist im Rahmen einer Erkltungskrankheit auftritt.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
   - Rhinitis

Wie kommt es dazu? - Mgliche Ursachen
Ein Schnupfen wird durch verschiedene Viren ausgelst. Die Symptome beginnen bereits einige Stunden, sptestens jedoch drei Tage nach der Ansteckung. bertragen werden die Erreger ber Trpfchen, die zum Beispiel beim Niesen durch die Luft geschleudert werden. Wesentlich leichter zuschlagen knnen die Viren, wenn die Nasenschleimhaut auskhlt, beispielsweise durch Zugluft. Denn dann fliet automatisch weniger Blut hindurch. Auerdem arbeiten die Hrchen auf der Nasenschleimhaut, das so genannte Flimmerepithel, das ungebetene Gste wieder aus der Nase heraus transportieren soll, weniger aktiv, wenn es auskhlt.
Nach zwei Tagen nisten sich manchmal zustzlich Bakterien ein und der virale Schnupfen geht in eine bakterielle Infektion ber.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Da sehr verschiedene Erreger einen Schnupfen auslsen, zeichnet sich die Erkrankung durch unterschiedliche Symptome aus. Ein banaler Schnupfen beginnt meist mit einem trockenen Vorstadium; dann suchen Frsteln, Frieren im Wechsel mit einem Hitzegefhl, Kopfdruck, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, eventuell eine leicht erhhte Temperatur, bei Kindern auch oft hohe Temperaturen, ein Kitzeln, Brennen und Trockenheitsgefhl in Nase und Rachen und Niesreiz die Patienten heim. Die Nasenschleimhaut ist meist blass und trocken. Nach einigen Stunden setzt das katarrhalische Stadium ein: Die Nasenschleimhaut beginnt viel wssriges Sekret abzusondern. Die Betroffenen knnen kaum durch die Nase atmen, zeitweise riechen sie schlecht oder gar nicht mehr. Die Augen trnen und die Nasenschleimhaut frbt sich hochrot und schwillt an. Manche Patienten beginnen beim Sprechen zu nseln; ihr Allgemeinbefinden verschlechtert sich. Nach wenigen Tagen geht das katharrhalische Stadium in das schleimige bzw. schleimig-eitrige Stadium ber: Jetzt verbessert sich das Riechvermgen wieder, das dnnflssige Sekret wird dicker, die Patienten fhlen sich langsam besser.
Ein einfacher Schnupfen sollte nach einer Woche ausheilen.

Was kann dahinter stecken? - Mgliche Krankheitsbilder
Oft ist es erst nach einigen Tagen mglich, genau zu diagnostizieren, ob hinter einem Schnupfen eine einfache Erkltung oder doch eine akute Nasennebenhhlenentzndung oder eine Grippe steckt. Ein Schupfen, der im Rahmen einer Virusgrippe oder einer sonstigen schweren Infektion durch Viren auftritt, verluft hnlich wie ein einfacher Erkltungsschnupfen. Allerdings bezieht das Leiden hier hufig die gesamten Atemwege, den Verdauungstrakt, die Hirnhute, den Herzbeutel, die Nieren und die Muskulatur (Gliederschmerzen) mit ein.
Sind zustzlich Bakterien im Spiel, tritt eitriges, grngelbes Sekret auf und es dauert lnger, bis der Schnupfen verschwindet.
Manchmal verbirgt sich hinter dem Symptom ein allergischer Schnupfen oder ein Flieschnupfen.
Masern, Scharlach oder Windpocken gehen manchmal mit einem Schnupfen einher.

Was rt die Gromutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Einen einfachen Schnupfen lindern:
   - Inhalationen mit Kamille
   - Nasensplungen mit Emser Salz
   - Kopflichtbder, Rotlichtbestrahlungen
   - Notfalls ist Bettruhe einzuhalten
   - Es empfiehlt sich, jedes Nasenloch einzeln auszuschneuzen, am besten mit Einmal-Papiertaschentchern.

In Erkltungszeiten kann vor einem Schnupfen schtzen:
   - Saunabesuche, Klimareiz und Sport
   - Vitamin C und sorgfltige Hygiene (speziell bei Kleinkindern).

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Grkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollstndigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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